Seit dem letzten Blogeintrag sind nun schon fast zwei Wochen vergangen, aber irgendwann wurde es ja auch mal Zeit was für die Uni zu machen. Jetzt nachdem die ersten Examen überstanden sind und die Weihnachtsferien begonnen haben, habe ich endlich mal wieder etwas Zeit…

Mehr Bilder vom Ausflug zum Vulkan gibt es hier!

Ausflug zum Mt. Pinatubo

Letzte Woche starteten wir nach einer sehr, sehr kurzen Nacht zum Mt. Pinatubo, dem mächtigsten Vulkan der Philippinen. Bis zu seinem letzten Ausbruch 1991 galt der gewaltige Riese als erloschen und war gut 300 Meter höher als heute. Die Auswirkungen des Ausbruchs waren damals weltweit spürbar. Es gab einen globalen Temperaturabfall von einem halben Grad Celsius. Trotz frühzeitiger Evakuierungen fielen dem Ausbruch fast 900 Menschen zum Opfer.

Nach vier Stunden in einem Van erreichten wir die Jeep-Station. Dort mussten wir uns zunächst registrieren, bevor es in den 4×4-Geländewagen (ohne die wäre es unmöglich gewesen) weiter in die Berge fuhren. Nach weiteren 40 Minuten durch Schlamm, unwegsamstes Gelände und Bäche erreichten wir schließlich den Ausgangspunkt für unsere kleine Wanderung. Selbst hier, wo man es am wenigsten ewartete hätte, überhaupt Menschen zu treffen, standen einige Strohhütten und davor eine selbstgebaute Basketballkorbanlage! Leider hatten wir keinen Ball dabei, so dass Tobi noch eine Weile auf seine 1:1-Abreibung warten muss 😉

Auf einem schmalen Trampelpfad schlängelten wir uns durch das Dickicht und erreichten schließlich den Kratersee. Der Ausblick auf den Kratersee und die Vorstellung, dass das, was da nicht mehr da war, bei dem Ausbruch weggesprengt wurde, erschienen mir utopisch. Die Natur zerreißt einen Berg und wir baden in dem entstandenen Kratersee…

Für viele Philipinos ist der Treffpunkt für Gruppenarbeiten Mc Donalds. Zwischen Tabletts voller Burger,Pommes und Cola mit Schlagsahne (kein Spaß) werden Bücher und Laptops aufgeschlagen. Und das ganze passiert nicht nur tagsüber, sondern insbesondere nachts. Auch etwas gewöhnungsbedürftig dabei ist, dass einem ständig die Tür von bewaffneten Guards geöffnet wir. Und das nicht nur bei den ganzen Fastfoodkneipen, sondern auch in allen Supermärkten und vor allem in Banken. Für mich war es schon etwas komisch in eine Bank zu gehen und sehr freundlich von einem Herrn begrüßt zu werden, dessen Schrotflintenmündung auf mein Knie deutete. Ich frage mich sowieso wie man damit gezielt einen Bösewicht ausschalten kann, ohne gleichzeitig umstehende Passanten wegzublasen?!? Aber wahrscheinlich sollte man darüber am besten gar nicht nachdenken!

Gestern habe ich seit zwei Monaten endlich mal am „Nomade auf Zeit“ -Projekt weiter gearbeitet. Ich hoffe,dass ich die Ferien noch weiter dafür nutzen kann, bevor es dann über Silvester nach Singapur geht.

Bis später!

Martin