Ist ja schon länger nix passiert hier und unterdessen hat die Langstreckensaison schon längst begonnen.

Was bisher geschah:
Nun, da haben wir einmal einen flachen 200er, den ich bei besten Wetterbedingungen kurz-kurz genießen konnte. Es folgte mein härtester 300er, der nicht mehr ganz so flach durch Sachsen führte. Allerdings dämpften hier die niedrigen Temperaturen (am Morgen fiel noch etwas Schnee) den Genuss – egal, ist jetzt vorbei und überstanden.


Am vergangen Wochenende ging es wieder mit den Jungs von Leipzig nach Prag. Nach dem Teamtreffen beim Italiener mit Pizza, Pasta, Bier und Raki sollte es am darauf folgenden Morgen losgehen – wie immer Punkt 5:00 Uhr am Völki. 9 Randoneros sollten es sein. Kurz durchgezählt – 7! Da haben es zwei nicht über das letzte Bier hinaus geschafft?

Nach einem kurzen Warten setzten wir uns in verkleinerter Gruppe in Bewegung gen Dresden, dem Ziel der ersten Etappe. Bei leichtem Landregen und noch recht frischen Temperaturen mussten wir uns warm arbeiten. Daraus resultierte ein ziemlich fixes Tempo, das wir aber wieder etwas zügeln konnten. Bis an die Elbe rollten wir Bundesstraße, weil das um diese Tageszeit noch recht entspannt ist und man schnell vorwärts kommt. Bis auf einen Platten lief es ohne Problem bis ans Blaue Wunder, wo und Carolin und Anne sei Dank, ein 5-Sterne-Buffett auf uns wartete!

Pünktlich zum Frühstück waren auch die beiden Nachzügler Hannes und Stefan (dank der Deutschen Bahn) wieder dabei. Es konnte also doch zu neunt Richtung Prag gehen. Mittlerweile waren auch die Temperaturen im zweistelligen Bereich. Nach der Pause rollten wir weiter auf dem noch relativ leeren Elbradweg, wechselten in Decin das Ufer, regten uns ein paar Mal über tschechische Autofahrer auf, wechselten noch zwei Schläuche und landeten schließlich auf der flachen Anfahrt zum einzigen richtigen Berg auf der Tour. Dort kämpfte ein jeder für sich allein auf den über 9 Kilometer langem Segment. Ich fühlte mich hier sehr gut, was Hoffnung auf die anstehenden Langstrecken macht. Über Melnik rollten wir etwas an der Elbe entlang. Die alljährliche Mittagspause fand wieder in einem tschechischen „Provinz-Diner“ statt mit Cowboys, Indianern und Eishockey. Nach Pommes Rot nahmen wir noch die letzten Wellen Richtung Prag unter die Räder. Erstaunlich, fand ich wie homogen die Gruppe selbst trotz der letzten Höhenmeter zusammen fuhr.

Bei herrlichem Licht ließen wir uns bei Einfahrt in die Stadt vom Prager Kopfsteinpflaster massieren, bevor wir unser Ziel am Wenzelsplatz erreichten. Einen kurzen Schreckensmoment gab es dann doch noch! Wir am Ziel und Thomas, Tim und das BIER nicht! Aufatmen wenig später. Blechbrötchen mit Elektrolyten in der Hand und doch alle da!

War wieder ne dufte Tour dank allen Beteiligten! Macht einfach Lust auf mehr!

Eigentlich wollte ich schon am kommenden Wochenende den 400er in Gießen mitfahren. Diesen Plan musste ich jetzt allerdings ändern und bin dann doch am Wochenende darauf bei Olaf zu Gast. Dann eventuell mit weniger Stahl und mehr Kunststoff unter mir, aber dafür muss das Päckchen aus Koblenz rechtzeitig ankommen 😉

In diesem Sinne! Kette rechts!

Martin