Letzten Samstag starteten wir das 11. Jahr zu unser Traditionstour von Leipzig nach Prag. Wie 2017 wählten wir die schnelle Route über Dresden. Die Wetterprognose versprach bereits im Vorfeld beste Bedingungen… 25°c und Westwind.  Diesmal fanden sich neun Teilnehmer am Fuß des Völkerschlachtdenkmals ein, um 5:00 Uhr gemeinsam in die Pedale zu klicken. Mit Annette startet das erste Mal eine Frau bei der Pragtour.

Nachdem es im letzten Jahr bereits nach 500 Metern den ersten Sturz gegeben hatte, kamen wir diesmal 2,5 Kilometer, bevor Metall über den Asphalt klirrte. Diesmal blieben zum Glück alle heile! Lediglich eines von Tonis Schaltröllchen hatte sich samt Schraube in die Dunkelheit geflüchtet und verhinderte eine Weiterfahrt. Nach kurzer Beratschlagung entschied sich Lars, zurück nach Hause zu fahren und Ersatz zu holen. Danke für den großartigen Einsatz! Damit blieb es Toni erspart, mit dem Zug nach Dresden vorauszufahren und somit quasi zu cheaten. Nach 45 Minuten war alles repariert und wir unternahmen einen neuen Versuch zu starten. Mittlerweile ging am Horizont vor uns bereits die Sonne auf. Während wir aus der Vorstadt rollten, wurde das Tempo vorn kontinuierlich erhöht. Der Wind tat sein übriges und so flogen wir regelrecht über Bennewitz und Oschatz bis ins Elbtal.

Auf der Durchfahrt durch Dresden waren bereits die ersten Wochenendradler auf der Strecke, allerdings kamen recht gut durch und fuhren die 45 Minuten Verspätung bis Pillnitz (120km) fast wieder heraus (im Vergleich zum letzten Jahr). Nach über einer Stunde Frühstückspause setzten wir unsere Route nach Pirna fort, überquerten hier nochmal die Elbe und blieben auf dem neu fertig gestellten Radweg nach Bad Schandau. In der Sächsischen Schweiz waren erwartungsgemäß viele Fußgänger und Radfahrer unterwegs. Dennoch ließ der Verkehr auf tschechischer Seite etwas nach, so dass die Bahn wieder frei wurde. In Decin wechselten wir erneut die Elbseite und rollten nach einer kurzen Trinkpause zur einzigen Bergwertung der Tour – Malé Březno Lovečkovice, 280 Höhenmeter auf 9 Kilometer verteilt. Ein schönes Ding, das jeder in seinem Rhythmus bezwang. Danach rollten wir wieder hinunter und zur wohlverdienten Mittagspause (220km).

Den letzten Streckenabschnitt hatte ich im Vergleich zum  Vorjahr etwas verändert. Dabei hielt uns nur eine Brückenbaustelle kurz auf. Ansonsten brachte uns die neue Route, mal abgesehen von den ersten Kilometern Hauptstraße aus Melnik heraus, sehr entspannt nach Prag. Im herrlichen Licht der tief stehenden Sonne rollten wir geschmeidig über das bekannte kindskopfgroße Kopfsteinpflaster in die Altstadt (a.k.a.Prager Massage) und erreichten den Wenzelsplatz kurz vor 19:00 Uhr, wo uns unser großartiges Support-Team mit den nötigen Elektrolyten aus der Dose versorgte 😉

Das 11. Jahr Pragtour war eines der besten! Und das lag nicht nur am Wetter!

Danke an alle Mitstreiter für die flotte Tour!

Jetzt bleibt das Rad erstmal etwas stehen. Das 300er-Brevet am Wochenende lasse ich aus und freue mich dann auf den 400er am 12. Mai 2018. Anmelden kann man sich dafür übrigens immer noch ;).

Der Radlausicker

Fotos: Dikt, Thomas und Toni