Gestern fand in Grimma nun zum 6. Mal der Muldental-Triathlon statt. Fast 500 Teilnehmer gingen dabei an den Start. Bei bestem Wetter und opimalen Bedingungen absolvierten Freizeitsportler, Wannebes und Semiprofis die Strecke und boten den zahlreichen Zuschauern ein hübsches Spektakel.
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Die Organisation war recht gut. Wie tolle es war, kann man zum Beispiel hier lesen! Deswegen an dieser Stelle etwas konstruktive Kritik, die nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass es alles in allem eine spaßige Veranstaltung war!

Der Triathlon ist in erster Linie eine Freizeitsportveranstaltung und sollte auch als solche aufgezogen werden. Gerade im Teamtriathlon kann man nicht davon ausgehen, dass die Athleten andere Möglichkeiten haben, ihre Startnummern mit etwas anderem an sich zu befestigen, als mit den beigefügten Sicherheitsnadeln. Ein „Umnadeln“ der Nummer ist aber einunzumutbarer Nachteil gegenüber denen, die die Nummer mit einem so tollen Band einfach umklippen können. Wir haben das Problem kurzerhand so gelöst, dass unser Radfahrer sich über sein Trikot das Läufertrikot drübergezogen hat. Allerdings so, dass der Rücken vorn war, denn als zusätzliche Erschwernis musste die Nummer beim Läufer vorn, beim Radfahrer hinten angebracht sein. Ein einfacher Trikotwechsel ist also auch nicht drin gewesen. Bei der Übergabe des Transponders hat der Radfahrer, dass falsch herum getragene Trikot dann an den Läufer weitergegeben, der es dann richtig herum angezogen hat. Das wäre nun wirklich auch einfacher gegangen! Zweite ausgedruckte Startnummer pro Team und alles wäre wesentlich unkomplizierter gewesen.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Auswahl der Laufstrecke, die nicht besonders viel Abwechslung für Sportler und Zuschauer bot. Mehrmals zwischen zwei Punkten hin und herlaufen erinnerte so ein bisschen an die Raubkatzen im Zoo. Aber das hat sicher auch mit verkehrstechnischen Gegebenheiten zu tun gehabt. Mit einer wirklichen Runde durch die Stadt hätte man das dennoch interessanter gestalten können.

Zum Schluss noch eine rein organisatorische Anmerkung: Der Checkout ist auf jeden Fall sinnvoll, damit keiner „aus Versehen“ das falsche Fahrrad mit Heim nimmt, aber dafür hätte man einen separaten Ausgang aufmachen können, der die Bundesligisten nicht behindert. So kam es dazu, dass viele Freizeitfahrer samt ihren Gefährten im Wechselgarten gefangen blieben und nicht auschecken konnten, während die 2. Bundesliga unterwegs war. An dieser Stelle machte Not bei einigen erfinderisch,die ihr Rad kurzerhand über den Zaun in die Freiheit hievten. Ohne Rad konnte man hingegen im Wechselgarten während des Wettkampfes nach Belieben ein- und ausspazieren! Ich habe dann zu Hause im Triathlon-Präsente-Beutel neben der tollen Badkappe meine Akkredetierung gefunden, die mich zu Betreten des Wechselgartens berechtigt. Hätte ich die etwa irgendwo vorzeigen sollen? 🙂

Das war es auch schon mit gut gemeinter Kritik. War dennoch hübsche Veranstaltung und wie gesagt: Wie toll es wirklich war, lest ihr hier!