Schon eine Weile trage ich mich mit dem Gedanken, einmal hinsichtlich der Radlangstrecken medizinisch untersuchen zu lassen. Auch ohne vorherige Beschwerden – mal abgesehen vom Regen beim 400er und dem Gegenwind und der Kälte beim 300er – fühlt es sich einfach besser an, einmal etwas Feedback vom Arzt zu bekommen.

Nach einem Blutbild beim Hausarzt habe ich mir also einen Termin in der Sportmedizin besorgt, die auf meine Anliegen spezialisiert sind. Neben dem Belastungs-EKG habe ich auch gleich Laktat- und Atemgasanalyse durchführen lassen, um daraus die Leistung (bzw. den Puls) zu ermitteln, mit dem ich im aeroben Bereich bleibe – also die Beine lange durchhalten.

Das Ganze fand in der Uniklinik Dresden statt und war erstaunlich unkompliziert. Nach dem Ruhe-EKG gab es ein kurzes Arztgespräch. Anschließend wurde ich einmal komplett verkabelt mit EKG-Kabeln, Blutdruckmessgerät und Atemgasmaske. Anschließend wurde das Ohrläppchen angepiekst, um den Laktatwert zu bestimmen. 

Und los ging die Fahrt: Mit lockeren 70 Watt im 4-Minuten-Stufen-Test. Das heißt, die Leistung wird alle 4 Minuten hochgestuft. Alle 4 Minuten wird sowohl der Laktatwert im Blut, als auch der Blutdruck bestimmt. EKG und Atemgasanalyse laufen kontinuierlich mit. Nach einer knappen Stunde war dann Schluss bei 360 Watt, was unter der Maske schon etwas unangenehm war. Aber es ist nun mal Teil des Tests, diesen weniger angenehmen Bereich zu erreichen und danach zu schauen, wie schnell das Laktat sich wieder abbaut und der Puls herunterfährt, wenn die Belastung vorüber ist.

Danach gab es noch eine Auswertung sowie eine Trainingsempfehlung. Da die Brevets den Körper schon einer sehr extremen Dauerbelastung aussetzen, fühlt es sich einfach besser an, etwas mehr Gewissheit zu bekommen. Das Ganze ist natürlich eine Privatleistung und kostet ca. 130€. Übrigens zahlen die meisten Krankenkassen zu.

In diesem Sinne: Herzschlag links!

Martin