Glasgow

Die Fotos sind hier hinterlegt 😉

 

aus dem Blog von damals vorgelesen

Elke hat ein neues Hinterteil

Er ist echt knackig und stramm! Die Rede ist von dem neuen Sattel, den ich gestern drangeschraubt habe. Der alte Selle Royal sah nach über 5000 Kilometern einfach nicht mehr so toll aus. Also musste etwas neues heran – es ist ein Brooks geworden.

Er zählt unter den Tourern einfach zu den Klassikern. Laut Hersteller benötigt es einige Zeit, bis er sich der ergonomischen Form seines Fahrers angepasst hat.

Gestern musste ich ihn natürlich gleich mal testen. Nach 30 Kilometern kann ich nur sagen, dass das Gerede von höllischen Schmerzen in den einschlägigen Foren übertrieben ist. Der Sattel saß sich vom ersten Augenblick ganz angenehm. Wer allerdings wie ich einen gelgefüllten Wegbegleiter gewöhnt ist, sollte nicht ohne gepolsterte Radhosen auf den Brooks B17 steigen. Ich werde ihn in den nächsten zwei Wochen vor der Tour noch ausgiebig einfahren und hoffe, er passt sich tatsächlich an meinen Hintern an und nicht umgekehrt 😉

Endlich ist es soweit. Obwohl die Taschen noch nicht endgültig gepackt sind und die Route für morgen noch nicht feststeht, lege ich mich erstmal schlafen. Es passiert wieder mal alles auf den letzten Drücker. Acht Uhr starten wir in Bad Lausick. Wahrscheinlich folgen wir dere Mulde Richtung Norden bis Dessau. Dort werden wir uns dann am Europaradweg R1orientieren, der uns Richtung Westen führt. Der R1 geht sogar über Den Haag bis nach Calais und ist so wie für uns gemacht. Nur für den Abstecher nach Amsterdam werden wir ihn kurz verlassen müssen.

Was England angeht, sind wir allerdings noch etwas planlos, aber da ist ja auch noch genug Zeit 😉

Neues von der Tour gibt es hier in Kürze…

Nach 4 Tagen warme Oberschenkel

Nach 4 Tagen melden wir uns zum ersten Mal zu Wort. Nach dem wir die ersten beiden Tagen quer durch Sachsen-Anhalt radelten und dabei nichts als karge Landschaft bei mäßigem Wetter erlebten, waren wir eh schon etwas mürbe. Als es gestern aber noch in Strömen regenete, wurde unser Durchhaltevermögen das erste Mal auf eine harte Probe gestetellt. Etwa 50 Kilometer Dauerdusche bis wir endlich in Bad Harzburg ankamen und keine Jugendherberge weit und breit. Zelten? Kam total durchnässt beim immernoch starken Regen nicht in Frage. Im ersten Hotel hätten wir 55 Ecken bezahlt…ohne Frühstück im nächsten dann 48€ pro Person. Das war etwas viel für unsere Reisekasse. Nach einer längeren Suche (während der es immer noch wie aus Eimern schüttete) fanden wir schließlich eine “günstige” Unterkunft. Kurz nachdem wir das Zimmer bezogen hatten, zog der Himmel auf und die Sonne begann zu scheinen… Heute haben wir es bei wechselhaftem Wetter, aber immerhin trocken bis Holzminden geschafft. Auch heute ist es ein richtiges Bett geworden, da das Wetter gegen Tagesende immer schlechter wurde. Morgen nehmen wir Bielefeld ins Visier. Wenn nichts dazwischen kommt, schaffen wir es in 3 Tagen bis zur niederländischen Grenze. Bis dahin, euer Radlausicker

Seit heute sind der Dikt und ich offizielle Mitglider der Scotch Whisky Appreciation Society. Aber was blieb uns an so einem verregneten, sonnenlosen Tag in Edingburgh anderes uebrig, als ihn wenigstens einigermassen ertraeglich zu gestalten.

Von Pfützen im Zelt und der S.WA.S.

Nach langer Zeit melde ich mich hier mal wieder zu Wort. Inzwischen ist die letzte Tourwoche angebrochen und wir haben England schon hinter uns gelassen. Nach der Faehrueberfahrt von Hoek van Holland nach Harvich radelten wir zu naechst Richtung London. Dabei fanden wir kurz vor der englischen Hauptstadt zwar keinen Zeltplatz, aber  einen herrlichen Ort zum wild campen keine 20 Kilometer von Zentrum Londons entfernt!

Nach der Fahrt ueber die Tower Bridge und einigen Poserfotos vor den einschlaegigen Sehenswuerdigkeiten verliessen wir die Stadt Richtung Norden. Das Wetter in England war dabei fast immer auf unserer Seite. Bis auf kleinere Schauer blieben unsere Zelte trocken…zumindest von aussen 🙂 Benedikts “Nordgesicht”- Zelt entpuppte sich als echte luftdicht. Die Folge: Er badete in so manch trockener Nacht im eigenen Saft. Jetzt, da es seit dieser Nacht ununterbrochen regnet, schneidet mein Zelt dann doch etwas schlechter ab. Heute morgen wachte ich auf, weil meine Hand in einer kalten Pfuetze lag. Wir haben notduerftig alles zusammen gepackt und sind in die Stadt gefahren. Ich werde mein Zelt heute mit Sicherheit ausschuetten muessen, aber daran denke ich jetzt noch nicht. “Und ausserdem wirds da hinten schon wieder hell:-)”

Wir haben auf unser Tour auch einen neuen Titel fuer die haesslichste Stadt eingefuehrt. Kingston upon Hill fuehrt bisher, ohne ernsthafte Konkurrenz. Ach und auch dieses Jahr hat es mit der Autobahn wieder geklappt. In New Castle haben wir sie kurz genutzt, aber das sind wir ja asu dem letzten Jahr gewoehnt…

Das war jetzt nur Mal ein grober Abriss der letzten beiden Wochen. Mehr gibt es dann im richtigen Reisebericht. Morgen werden wir dann endlich nach Glasgow aufbrechen und es bei hoffentlich besseren Wetter schaffen!

Nach 2300 Kilometern wieder zu Hause

Seit wenigen Stunden sind wir jetzt zurück von unserer Tour. Die vorige Nacht hatten wir mehr oder weniger schlaflos auf dem Flughafen in Glasgow zugebracht. Gegen 19 Uhr kamen wir dort vollbepackt mit teurer Dämmfolie aus dem Baumarkt am International Airport an. 14 Pfund für ein bisschen Knallfolie!!! Dort entluden wir die Räder und ich brach mit dem Gaskocher noch mal auf…nicht um mir ne warme Mahlzeit zuzubereiten, sondern um das Ding leer zu bekommen. Konnte ja keiner ahnen, dass so eine Kartusche mit kleinerem Topf so viel länger hält als mit größerem Topf. Bei der Gelegenheit fuhr ich in der Dämmerung noch Mal bis nach Paisley hinein, um die letzte Postkarte durch den Schlitz zu schieben.

Der Energy-Drink, der wohl die 3-fache Konzentration eines Redbulls hatte, ließ mich die Nacht auf dem Flughafen kein Auge schließen.

Erst zu Hause fand ich dann nach fast 36 Stunden am Stück meinen Schlaf…mehr gibt es dann in Kürze unter http://www.radlausick.de

Nochmals vielen Dank an alle, die während der Tour an uns gedacht haben 😉

Euer Martin