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Tour dö Dresden

Route auf Komoot

200 im Team

Nach dem Solo in Paris war es am letzten Wochenende mal wieder Zeit für eine Gruppenfahrt. Was vor 3 Jahren als lockere Idee geboren wurde, ist mittlerweile ein fester Temin in unserem Radkalender. Für alle, die sich der Herausforderung stellen wollen, am Ende der Saison (eigentlich endet sie ja nie), 200 Kilometer am Stück auf dem Rennrad zurückzulegen, organisieren Anne und ich eine Schleife mit freundlichem Höhenprofil, inklusive eines Prologs am Anreisetag. Neben der persönlichen Challenge, die alle dabei mit sich haben mögen, geht es vor allem um eines: Eine geile Zeit auf dem Rad und daneben zu haben. Ich glaube, der Zauber des Ganzen besteht darin, dass wir so viele unterschiedliche Leute aus verschiedensten Welten in unserem Kreis vereinen.

Auch dieses Mal kennt niemand alle anderen Mitfahrer im Vorfeld und dennoch fühlt es sich ganz vertraut an, als wir in die Pedale treten. Ein Novum in diesem Jahr ist, dass mein Vater das Begleitfahrzeug lenkt und uns auf der gesamten Strecke begleitet, uns den Rücken frei hält und dafür sorgt, dass wir an festen Verpflegungspunkten mit allem versorgt sind, was wir so brauchen. Das ist eine enorme Erleichterung, da wir uns so den Tankstellenfraß sparen können. 

An alle, die ungläubig miterlebt haben, wie wir entgegen der allgemeinen unausgesprochenen  Erwartungshaltung die optionale Eispause an der Tankstelle in Finsterwalde gestrichen haben, das war allein Marcus` Entscheidung. 🙂

Wenn ich heute zurückdenke an meinen ersten 200er und daran, wie es mir dabei so erging, dann wird mir bewusst, dass einige an diesem Tag über sich hinausgewachsen sind und die eigenen Grenzen verschoben haben – Chapeau! Und es freut mich sehr, dass wir wieder 3 Frauen an Board hatten, die ordentlich Zug auf die Kette gebracht haben. Für viele war es der erste 200er. Das zeigt mir auch, wie viel Energie in einer Gruppe entstehen kann, wenn die richtigen Leute zusammenkommen. Danke an alle, die dazu beigetragen haben.

Aprospos Gruppenfahrt

Wer von euch hat Weihnachten noch nichts vor und kann sich vorstellen, statt mit dem Schlitten durch den Schnee zu rutschen, mit dem Gravelbike oder MTB durch die Wüste Jordaniens zu rollen? Anne und ich sind hier bereits im Kontakt zu diversen Anbietern. Diese geführte Tour inklusive Transfers und Hotels ist natürlich öffentlich buchbar, aber ich dachte, ich frage erstmal in der Community. Wer sich vorstellen könnte, sich uns anzuschließen, kann mir gern direkt schreiben. Dann schicke ich euch das genaue Angebot. 

martin@radlausick.de

Wem das zu weit weg ist oder wer Bock auf eine Challenge zum Saisonstart hat (fängt ja eigentlich nie an, weil sie nie aufhört => siehe oben), ich habe noch einen anderen Vorschlag. Auch im April 2024 wird es wieder eine Pragtour geben. Dabei geht es an einem Tag von Leipizg über Dresden bis in die tschechische Hauptstadt (ca.300km, 1500hm). Das Motto ist das Gleiche wie bei der Tour dö Dresden. 

Für uns geht es jetzt aber erstmal in die Heimat von Primož und Pogi.

Sport frei.

Tour

Details

 

  • Anspruch (Gesamt) 30% 30%
  • Klettern 10% 10%
  • Abwechslung 50% 50%
  • Untergrund 90% 90%
  • Mentaler Anspruch 25% 25%

Dieses Jahr ging es nach Norden Richtung Finsterwalde. Das Profil ist angenehm in einer Gruppe mit unterschiedlichen Leistungsniveaus zu fahren, da es kaum länger Anstiege gibt.

 

Über mich

Über mich

Martin Lechtschewski

Randonneur & Blogger

Hi, ich bin Martin und das Radfahren ist eine der wichtigsten Konstanten in meinem Leben. Die Faszination für Abenteuer hat mich zunächst zum Radreisen gebracht. Damals rollte ich noch behäbig über Tage bis Wochen mit 40 Kilo Gepäck über die Straßen Europas. Dabei war es immer diese eine Frage, die mich antrieb, weiter in die Pedale zu treten: "Wie ist es wohl auf den Sattel zu steigen und aus eigener Kraft eine anfangs scheinbar unwirkliche Entfernung zu überwinden, hohe Berge zu bezwingen, fremde Länder zu durchqueren und verschiedensten Menschen zu begegnen?"

Heute kann ich sagen, es ist vor allem eine Begegnung mit sich selbst. Der Moment des Starts und das Erreichen des Zieles spielen am Ende nur Nebenrollen -  Es geht vor allem um die Wege dazwischen.

Da es der Alttag nicht ohne weiteres zulässt, 5-6 Wochen am Stück auf dem Rad zu verbringen, landete ich schließlich beim Renndradfahren auf langen Strecken mit möglichst wenig Gepäck. Statt einen Monat bin ich dabei nur ein paar Stunden (bisher nicht mehr als 86) unterwegs und tauche schon mit der ersten Pedalumdrehung ins Abenteuer ein. Heute sagt man dazu Ultracycling, vielleicht auch Bikepacking. Ich finde einen vom österreichischen Langstreckenprofi Christoph Strasser geprägten Begriff viel treffender, da ich weder mit Bengalos im Trikot starte, noch das Verpacken der Ausrüstung in den Vordergrund stelle.

Es geht mir einzig ums  #Weitradlfoan.